Alter Friedhof Offenbach – Ein magischer Ort voller Merkwürdigkeiten mit berühmten Namen

Diese Führung ist neu und wird im Moment vorbereitet. Schauen Sie also bald wieder vorbei.

Alter Friedhof – Magischer Ort voller Merkwürdigkeiten und berühmten Namen

Kaum das man den als Gesamtanlage denkmalgeschützten Alten Friedhof betritt begibt man sich auf eine Zeitreise mit Grabstätten vom 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Umgeben von alten, knorrigen Bäumen mit verwunschenen Ecken mutet er geradezu märchenhaft an. Er ist Friedhof und Grüne Lunge im Offenbacher Osten, Lebensraum für Vögel, Käfer und andere teilweise bedrohte Tierarten und bietet somit eine Artenvielfalt wie an keinem anderen Ort der Stadt.

Ursprünglich, anders als Anderorts zu dieser Zeit, nicht als Landschaftsgarten sondern als geometrische Anlage angelegt. So befinden sich die Grabstätten heute nur teilweise entlang der Wege und ordentlichen angelegten Rasenflächen. Viele finden sich in einem Meer von Grün zwischen altem Baumbestand und viel Gehölz ganz der Natur überlassen. Man begibt sich regelrecht auf eine Entdeckungsreise in die Geschichte der Stadt.


Durch die Umbettung vom ehemaligen Friedhof am heutigen Wilhelmsplatz macht ihn zu einem Kulturdenkmal von besonderer Qualität. Die Grabmalskunst reicht vom Spätbarock, über den Jugendstil bis zu Moderne, wobei christliche Motive nicht dominieren.

Hier wird auch wieder einmal deutlich, dass die Offenbacher schon immer etwas anders, moderner und liberaler waren. Dies zeigt sich auch im Leben und Wirken der hier begrabenen Industriellenfamilien. Am 16. Dezember 1832 wurde der Friedhof mit der Beisetzung des Frankfurter Kaufmanns Johann Kugler eröffnet. Mit der Eröffnung wurden 50 Erbbegräbnisstätten entlang der Mauer versteigert.

So verwundert es auch nicht, dass bereits 1891 hier das zweite Krematorium Deutschlands gebaut, jedoch wegen fehlender gesetzlichen Regelungen erst 1899 als viertes in Betrieb genommen werden konnte.

Außergewöhnlich ist auch, dass der christliche und jüdische Teil des Friedhofs nahtlos ineinander über gehen. Auch näherten sich die jüdischen Grabmale in der Gestaltung ab der Jahrhundertwende den christlichen Grabmalen an, verzichteten jedoch, mit einer Ausnahme, auf figürliche Motive.

Auch an Freigeistern fehlt es nicht. Obwohl Begräbnisse im 19. Und frühen 20. Jahrhundert noch eine feierliche Angelegenheit mit vielen Teilnehmern war, versagten die Geistlichen die Teilnahme, wenn der Verstorbene ein Mitglied der SPD war, dann hielten führende Parteimitglieder, wie Carl Ulrich, die Trauerrede.

Kommen Sie mit uns lassen Sie sich verzaubern an diesem verwunschenen Ort voller Leben und wer weiß vielleicht finden Sie abseits der Wege unter Gestrüpp und Gehölz noch unentdeckte Grabmale.

Infos zu den Führungen

Treffpunkt: Eingang Friedhofstraße 21
Dauer: 1,5 - 2 Stunden
Barrierefreiheit: Ja
Mindestalter: keines
Teilnehmerzahl: mind. 6 Teilnehmer, max. 25 Teilnehmer

Preise

Gruppenpreise: 1 - 6 Teilnehmer 85 €
  7 - 10 Teilnehmer 130 €
  11 - 15 Teilnehmer 180 €
  16 - 20 Teilnehmer 240 €
  21 - 25 Teilnehmer 280 €
     
Öffentliche Führung Einzelpreis:   14 €

Führungen sind nur innerhalb der Öffnungszeiten möglich. Letzter Führungsbeginn spätestens 2,5 Stunden vor Schließung.

Die männlichen Teilnehmer werden gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen, da nach jüdischer Tradition nur gestattet ist, den Friedhof mit einer Mütze, Kappe oder einer Kippa zu betreten, auch wenn hier ein nahtloser Übergang vom Christlichen zum Jüdischen Teils des Friedhofs erfolgt.

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Für die Führung: Alter Friedhof Offenbach – Ein magischer Ort voller Merkwürdigkeiten mit berühmten Namen gibt es feste Termine, die Sie hier direkt buchen können.

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